Living – Einmal wirklich leben

Living

2022 · Regie: Oliver Hermanus

Darsteller: Bill Nighy, Aimee Lou Wood, Alex Sharp, Tom Burke, Adrian Rawlins

Inhalt

Mr. Williams leitet im London der 1950er-Jahre eine kommunale Abteilung. Sein Alltag ist von Förmlichkeit, Pflichterfüllung und bürokratischen Routinen geprägt. Als er erfährt, dass er schwer krank ist und nur noch begrenzte Zeit zu leben hat, verliert diese Ordnung ihre Selbstverständlichkeit. Williams beginnt sich zu fragen, was er mit der verbleibenden Zeit anfangen möchte – und ob es in seinem routinierten Arbeitsalltag noch etwas gibt, das tatsächlich verändert werden kann.

Themenräume

Schlagwörter

Arbeit Beobachterposition Bürokratie Endlichkeit Erstarrung Funktionieren Handeln Krankheit Lebendigkeit Lebenssinn Pflichterfüllung Routine Sterben Verantwortung

Hinweis

Thematisiert eine tödliche Erkrankung, Sterben, Tod, Einsamkeit und Alkohol.

Therapeutische Einordnung

Living zeigt „Erstarrung und Pflichterfüllung statt Lebendigkeit“. Williams ist nicht verantwortungslos, sondern im Gegenteil vollständig mit seiner Funktion verschmolzen. Gerade deshalb ist seine Entwicklung keine Abkehr von Verantwortung: Er beginnt, Verantwortung persönlich zu übernehmen, statt sie nur innerhalb eines Systems zu verwalten. Der Film eignet sich damit für die Frage, wann Ordnung und Pflicht dem Leben dienen und wann sie zur Distanz gegenüber den eigenen Wünschen und gegenüber wirklicher Wirksamkeit werden.

Fragen zum Selbst-Nachspüren

Wenn Fragen zu diesem Film beschäftigen, können diese gerne in einer Sitzung vertieft werden.