Living – Einmal wirklich leben
Living
Darsteller: Bill Nighy, Aimee Lou Wood, Alex Sharp, Tom Burke, Adrian Rawlins
Inhalt
Mr. Williams leitet im London der 1950er-Jahre eine kommunale Abteilung. Sein Alltag ist von Förmlichkeit, Pflichterfüllung und bürokratischen Routinen geprägt. Als er erfährt, dass er schwer krank ist und nur noch begrenzte Zeit zu leben hat, verliert diese Ordnung ihre Selbstverständlichkeit. Williams beginnt sich zu fragen, was er mit der verbleibenden Zeit anfangen möchte – und ob es in seinem routinierten Arbeitsalltag noch etwas gibt, das tatsächlich verändert werden kann.
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Hinweis
Thematisiert eine tödliche Erkrankung, Sterben, Tod, Einsamkeit und Alkohol.
Therapeutische Einordnung
Living zeigt „Erstarrung und Pflichterfüllung statt Lebendigkeit“. Williams ist nicht verantwortungslos, sondern im Gegenteil vollständig mit seiner Funktion verschmolzen. Gerade deshalb ist seine Entwicklung keine Abkehr von Verantwortung: Er beginnt, Verantwortung persönlich zu übernehmen, statt sie nur innerhalb eines Systems zu verwalten. Der Film eignet sich damit für die Frage, wann Ordnung und Pflicht dem Leben dienen und wann sie zur Distanz gegenüber den eigenen Wünschen und gegenüber wirklicher Wirksamkeit werden.
Fragen zum Selbst-Nachspüren
- Wo erfülle ich Pflichten, ohne noch zu fragen, welchem Zweck sie dienen?
- Welche Teile meines Lebens sind geordnet, aber wenig lebendig?
- Was würde ich gern verwirklichen, wenn Aufschieben keine selbstverständliche Möglichkeit mehr wäre?
- Wann wird aus einer beruflichen oder sozialen Rolle eine persönliche Entscheidung?
- Welche konkrete Spur möchte ich durch mein Handeln hinterlassen?
Wenn Fragen zu diesem Film beschäftigen, können diese gerne in einer Sitzung vertieft werden.