Schräger als Fiktion
Stranger Than Fiction
Darsteller: Will Ferrell, Maggie Gyllenhaal, Emma Thompson, Dustin Hoffman, Queen Latifah
Inhalt
Harold Crick führt als Steuerbeamter ein streng geregeltes Leben, das von Zahlen, Gewohnheiten und vorhersehbaren Abläufen bestimmt wird. Eines Tages hört er eine Stimme, die sein Leben wie die Handlung eines Romans erzählt – und schließlich seinen bevorstehenden Tod ankündigt. Während Harold nach der Urheberin dieser rätselhaften Erzählung sucht, begegnet er der Bäckerin Ana Pascal und beginnt, sein bisheriges Leben mit anderen Augen zu betrachten.
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Hinweis
Thematisiert die Ankündigung des eigenen Todes und eine lebensbedrohliche Unfallsituation.
Therapeutische Einordnung
Der Film macht „Routine und Selbstbeobachtung statt Autorschaft des eigenen Lebens“ nahezu wörtlich sichtbar. Harold erlebt sich zunächst wie eine Figur, deren Ablauf bereits feststeht. Die fremde Erzählerstimme verstärkt seine Beobachterposition, wird aber zugleich zum Auslöser dafür, eigene Entscheidungen zu treffen. Therapeutisch lässt sich daran die Frage untersuchen, welche inneren oder äußeren Erzählungen das eigene Leben bestimmen – und wo Handlungsspielraum beginnt, obwohl nicht alles kontrollierbar ist.
Fragen zum Selbst-Nachspüren
- Welche Routinen geben meinem Leben Halt – und welche ersetzen eigene Entscheidungen?
- Welche Geschichte erzähle ich mir darüber, wer ich bin und was für mich möglich ist?
- Wo erlebe ich mich eher als Figur meiner Lebensgeschichte denn als deren Mitgestalter?
- Was würde ich tun, wenn ich meine Zeit deutlicher als begrenzt erleben würde?
- Welche konkrete Entscheidung würde meinem Leben mehr eigene Handschrift geben?
Wenn Fragen zu diesem Film beschäftigen, können diese gerne in einer Sitzung vertieft werden.