Schräger als Fiktion

Stranger Than Fiction

2006 · Regie: Marc Forster

Darsteller: Will Ferrell, Maggie Gyllenhaal, Emma Thompson, Dustin Hoffman, Queen Latifah

Inhalt

Harold Crick führt als Steuerbeamter ein streng geregeltes Leben, das von Zahlen, Gewohnheiten und vorhersehbaren Abläufen bestimmt wird. Eines Tages hört er eine Stimme, die sein Leben wie die Handlung eines Romans erzählt – und schließlich seinen bevorstehenden Tod ankündigt. Während Harold nach der Urheberin dieser rätselhaften Erzählung sucht, begegnet er der Bäckerin Ana Pascal und beginnt, sein bisheriges Leben mit anderen Augen zu betrachten.

Themenräume

Schlagwörter

Autorschaft Beobachterposition Endlichkeit Handeln Lebendigkeit Metaebene Routine Selbstbeobachtung Selbstbestimmung Teilnahme Veränderung Vermeidung

Hinweis

Thematisiert die Ankündigung des eigenen Todes und eine lebensbedrohliche Unfallsituation.

Therapeutische Einordnung

Der Film macht „Routine und Selbstbeobachtung statt Autorschaft des eigenen Lebens“ nahezu wörtlich sichtbar. Harold erlebt sich zunächst wie eine Figur, deren Ablauf bereits feststeht. Die fremde Erzählerstimme verstärkt seine Beobachterposition, wird aber zugleich zum Auslöser dafür, eigene Entscheidungen zu treffen. Therapeutisch lässt sich daran die Frage untersuchen, welche inneren oder äußeren Erzählungen das eigene Leben bestimmen – und wo Handlungsspielraum beginnt, obwohl nicht alles kontrollierbar ist.

Fragen zum Selbst-Nachspüren

Wenn Fragen zu diesem Film beschäftigen, können diese gerne in einer Sitzung vertieft werden.