Her

Her

2013 · Regie: Spike Jonze

Darsteller: Joaquin Phoenix, Scarlett Johansson, Amy Adams, Rooney Mara, Chris Pratt

Inhalt

Theodore lebt nach der Trennung von seiner Frau zurückgezogen und arbeitet als professioneller Verfasser persönlicher Briefe für andere Menschen. Er installiert ein neuartiges, lernfähiges Betriebssystem, das sich selbst Samantha nennt. Aus den täglichen Gesprächen entwickelt sich eine zunehmend persönliche und intime Beziehung. Je eigenständiger Samantha wird, desto stärker stellt sich für Theodore die Frage, was Nähe, Partnerschaft und wirkliche Begegnung eigentlich ausmachen.

Themenräume

Schlagwörter

Beobachterposition Beziehung Distanz Einsamkeit Intellektualisierung Kommunikation Metaebene Nähe Technologie Teilnahme Trennung Verletzlichkeit Vermeidung

Hinweis

Thematisiert Trennung, Einsamkeit, Sexualität und emotionale Abhängigkeit.

Therapeutische Einordnung

Her zeigt eine besondere Form von Distanz: Theodore kann Gefühle differenziert ausdrücken und für andere sogar intime Worte formulieren, während unmittelbare menschliche Beziehung für ihn schwieriger ist. Die Beziehung zu Samantha ist deshalb nicht einfach „unwirklich“; sie ermöglicht echte emotionale Erfahrungen und bietet zugleich Schutz vor manchen Anforderungen körperlicher und zwischenmenschlicher Nähe. Therapeutisch interessant ist die Frage, wann Vermittlung einen Zugang zu Beziehung eröffnet und wann sie dazu dient, die Verletzlichkeit unmittelbarer Begegnung zu begrenzen.

Fragen zum Selbst-Nachspüren

Wenn Fragen zu diesem Film beschäftigen, können diese gerne in einer Sitzung vertieft werden.