Schmetterling Und Taucherglocke

Le Scaphandre Et Le Papillon

2007 · Regie: Julian Schnabel

Darsteller: Mathieu Amalric, Emmanuelle Seigner, Marie-Josée Croze, Anne Consigny, Max von Sydow

Inhalt

Jean-Dominique Bauby erleidet mit 43 Jahren einen schweren Schlaganfall. Sein Bewusstsein bleibt erhalten, sein Körper ist infolge eines Locked-in-Syndroms jedoch nahezu vollständig gelähmt. Nur über das Blinzeln seines linken Auges kann er schließlich mit seiner Umwelt kommunizieren. Während sein äußerer Bewegungsraum extrem begrenzt ist, bleiben ihm Erinnerungen, Vorstellungskraft und eine innere Welt, die für andere zunächst kaum erreichbar ist.

Themenräume

Schlagwörter

Abhängigkeit Behinderung Erinnerung Freiheit Kommunikation Lähmung Locked-in-Syndrom Pflege Schlaganfall Selbstbestimmung Sprache Vorstellungskraft Würde

Hinweis

Thematisiert schweren Schlaganfall, nahezu vollständige Lähmung, medizinische Behandlung, Abhängigkeit, Verlust körperlicher Selbstständigkeit und Tod.

Therapeutische Einordnung

Kaum ein Film stellt die Spannung zwischen äußerer Begrenzung und innerer Freiheit so unmittelbar dar. Baubys Körper wird zur „Taucherglocke“, während Vorstellungskraft und Erinnerung zum „Schmetterling“ werden. Der Film kann dazu anregen, Selbstbestimmung differenzierter zu betrachten: Handlungsmöglichkeiten können extrem eingeschränkt sein, ohne dass damit zwangsläufig das gesamte innere Erleben verschwindet. Gleichzeitig bleibt Bauby vollständig auf Beziehung angewiesen, um seine innere Welt überhaupt nach außen vermitteln zu können.

Fragen zum Selbst-Nachspüren

Wenn Fragen zu diesem Film beschäftigen, können diese gerne in einer Sitzung vertieft werden.